Ich habe während der ganzen Q-Phase pro Klausur (im Schnitt) ca. eine Stunde gelernt. Vor dem Abitur ca. zwei Stunden pro Tag. Das hat mir 600/600 Punkten in der Q-Phase und 15 Punkte in allen Abi-Prüfungen eingebracht - also 900/900 Punkte im Abi. Aus zwei Gründen: Erstens habe ich das Glück, dass mir von Natur aus Schule und Lernen sehr leicht fällt. Zweitens habe ich über die Jahre ein sehr effizientes Lern-Framework etabliert, das meiner Ansicht nach mit 20% des Aufwands 80% der Ergebnisse erzielen kann.
Im Folgenden werden wir auf dem ersten Post dieser Lernserie aufbauend verstehen, wie man sich seinen Stoff schnell, effizient und nachhaltig beibringen kann. Let’s go!
Kurzer Recap
Im ersten Post zum Lernen habe ich bereits drei Schritte formuliert, aus denen für mich jeder Lernprozess besteht. Wisst ihr sie noch? Zur Erinnerung:
Was kann ich schon?
Was muss ich können?
Wie komme dich dort hin?
Im Anschluss sind wir bereits durch Schritt 1 und 2 gegangen und haben uns Themen wie Selbstüberschätzung beim Lernen, qualitative und quantitative Themenvorbereitung (“Was muss ich können?”) und Operatoren angeschaut. All das nützt jedoch wenig, solange man nicht weiß, wie man sich diese Themen jetzt am besten aneignet. Genau deswegen habe ich den dritten (und vielleicht wichtigsten) Schritt jetzt als eigenen Post ausgelagert. Die Frage, wie man sich Lernstoff idealerweise beibringt ist hochkomplex und sowohl vom eigenen Lerntyp als auch von dem Stoff selbst abhängig. Im Folgenden werde ich euch meine persönliche Herangehensweise inklusive aller Lernmethoden, die ich dabei nutze, näherbringen.
Natürlich (wie auch in Post 1 betont) wird damit nicht jeder zum 15-Punkte-Schüler. Mein einziger Anspruch ist es, dass ihr aus euch mit wenig Aufwand viel rausholen könnt. Was genau jetzt aber “80% der Ergebnisse” sind, hängt natürlich von jedem individuell ab.
3 Arten von Lernstoff
Für mich existieren drei Arten von Lernstoff, die drei verschiedene Kompetenzen fordern. Je nach Fach gibt es dazwischen natürlich Überschneidungen, aber ich finde es absolut notwendig, sich das vor Augen zu führen. Für mich gibt es Dinge, die man wissen, können und verstehen muss. Damit ihr seht, was ich meine, hier einige Beispiele:
Wissen: In Deutsch muss man die Symbole eines Werks wissen. In Geschichte sollte man Krisen der Weimarer Republik wissen.
Können: In Englisch sollte man eine Outline schreiben können. In Deutsch sollte man eine Gedichtanalyse verfassen können.
Verstehen: In Mathe sollte man Hypothesentests verstehen. In Chemie sollte man eine Veresterung verstehen.
Kurz gesagt: “Wissen” bezeichnet Lernstoff, den man mehr oder minder auswendig lernen muss. “Können” bedeutet, dass ihr methodische Sicherheit in einem Format habt. “Verstehen” meint, dass ihr abstrakte Konzepte sicher anwenden könnt. Wieso ich das so aufschlüssele? Weil diese drei Disziplinen völlig verschiedene Herangehensweisen beim Lernen erfordern. Im Folgenden werden wir uns nach und nach alle meiner Methoden anschauen, um Stoff treffsicher zu lernen. Fangen wir mit dem einfachsten an: Können.
Der vollständige Post war Insider-only
Das Insider-Programm wurde leider eingestellt.
Home