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Legitimation & Kritik

Ideologisch

  • Missionierung der Welt, Auftrag “in Gottes Namen”

  • Ausbreitung der Zivilisation

  • Rassismus

Ökonomisch

  • Sicherung der Rohstoffversorgung der Mutterländer

  • Sicherung von Absatzmärkten

  • Sicherung von Arbeitsplätzen

  • Ziel: Autarkie der Mutterländer auf internationaler Ebene

Gesellschaftlich

  • Möglichkeiten der Auswanderung für “überzählige Bürger”

  • Förderung des Nationalstolzes

Machtpolitisch

  • Sozialdarwinismus: Sicherung der Vormachtstellung auf internationaler Ebene

  • Weltweite Stützpunkte, z.B. für die Flotte

  • Mehr Soldaten

  • Einfluss auf den Weltmarkt

Kritik (laut Hobson)

  • “Unterkonsumtheorie”

    • Konsum der Industrienationen kann mit steigender Produktivität und dadurch anschwellender Produktion nicht mithalten

    • daraus resultiert eine Überproduktion und zur Bildung überschüssigen Kapitals

    • jenes stelle entscheidende Triebkraft des Imperialismus dar

  • Folgen des Imperialismus

    • einzig zum Vorteil privilegierter Interessensgruppen (v.a. dem “Investor” als “Parasit der Gesellschaft”)

    • Netto-Schaden für die Nation

    • unendlicher Kreislauf (höhere Absätze in Kolonien führen zu höherer Produktion, woraus schlussendlich wieder Überproduktion resultiert, die Expansionismus bedingt z.B. in Form von Krieg, ansonsten droht eine Wirtschaftskrise)

  • Lösungen

    • Reallokation des Kapitals zugunsten der Arbeiter

  • Vergleich zu Lenin

    • Lenin stellte Imperialismus als Endstufe des Kapitalismus dar, nutzte es also als Argument für seine persönliche Politik

    • Hobson forderte Reform, hielt jedoch an der demokratischen Gesellschaft fest

Deutscher Imperialismus

Deutsch-Südwestafrika

  • Erwerb

    • Adolf Lüderitz erwarb Land, indem er die Einheimischen betrog

    • Deutsche Regierung schloss mit jenen “Schutzverträge”, um die Situation zu deeskalieren, wodurch die Häuptlinge ihre Eigenständigkeit aufgaben

  • Frühe Probleme

    • Ständig Konflikte und Viehdiebstähle zwischen den Stämmen, die der dt. Gouverneur weder verhindern noch zulassen konnte

    • Betrug der afrikanischen Kunden durch dt. Händler aufgrund von Alkoholismus

    • Hohe Schulden der Einheimischen sowie Ausbau der Eisenbahn führten zu Enteignungen

    • Viele Vergewaltigungen durch Deutsche, im Anschluss Kämpfe und Tote

    • GESETZ RAUSFINDEN führte zu Prozesswelle

Aufstand der Herero

  • Plan des Generals Lothar von Trotha

    • “Rassenkampf” unvermeidlich

    • Vertreibung und/oder Auslöschung der Herero (auch Frauen und Kinder)

    • Deutsche in Namibia können seine Pläne nicht abschwächen, trotz Arbeitskräfte-Argument

Flottenwettrüsten

Nach Entlassung Bismarcks begann Kaiser Wilhelm II. mit dem expansiven Ausbau der Marine, welcher schlussendlich einzig in der Provokation GBs resultierte.

Pro-Argumente

  • Druckmittel für Verhandlungen (mit GB)

  • Flexiblere Militärplanung

  • Imageverbesserung auf intl. Ebene

  • Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie

  • Stärkung des Patriotismus, Schwächung des Sozialismus

  • Schutz der dt. Handelsschiffe

Contra-Argumente

  • Isolation und Provokation auf internationaler Ebene (GB und FR rücken näher zusammen)

  • Notwendigkeit? (nicht gegen FR)

  • Hohe Kosten

  • Sinnhaftigkeit (GB nicht überholbar)

Wilhelm II. Außenpolitik

  • “Platz an der Sonne”

    • Gleichberechtigung mit anderen Kolonialmächten

    • Somit auch Notwendigkeit für Kolonien in China

    • Tod dt. Missionare in China rechtfertige eine Invasion

  • Während des Boxer-Aufstands

    • “Pardon wird nicht gegeben, Gefangene nicht gemacht”

    • die Deutschen sollen sich “wie Hunnen benehmen” und Respekt erlangen

    • Hunnenvergleich führt zu antideutscher Propaganda, resultiert u.a. in Verantwortlichmachung der Deutschen für Kriegsverbrechen in China durch andere Kolonialmächte

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