Geschichte
Doppelte Ausrufung
Ziele der SPD
Parlamentarismus
Beibehaltung des Kapitalismus
Ende der Revolution
keine Enteignung
Meinungs- und Versammlungsfreiheit
Arbeitsschutzbestimmungen
freie, gleiche und geheime Wahlen
Zusammenarbeit mit Armee und Freikorps
Ziele des Spartakusbundes
Sozialismus / Kommunismus
Abschaffung des Kapitalismus
Beginn der Weltrevolution
Enteignung des Bürgertums
Meinungs- und Versammlungsfreiheit
Wahl in Räten
Abschaffung der bisherigen Armee
Zusammenarbeit mit Russland
Putschversuche
Spartakusaufstand (Januar 1919)
Spartakusbund ist unzufrieden mit der reformistischen Politik von Friedrich Ebert
in Berlin finden Demonstrationen mit über 500.000 Menschen statt
Aufstand wird gewaltsam niedergeschlagen (im Nachgang werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermodet)
kommunistischer Putschversuch in Sachsen und Thüringen (1919)
KPD nutzt Regierungsbeteiligung für Revolution
Unterstützung aus der UdSSR
kommunistische Armee wird aufgestellt (”Proletarische Hundertschaften”)
Reichswehr schlägt Putsch gewaltsam nieder
Kapp-Lüttwitz-Putsch (1920)
Freikorps wollen mit Unterstützung von Politikern wie Lüttwitz und Ludendorff die Regierung stürzen
Reichswehr greift nicht ein
Generalstreik beendet den Putsch (der beinahe zu einem Bürgerkrieg geführt hätte)
geplanter kommunistischer Gegenputsch wird jedoch von der Reichswehr im Vorfeld schon beendet
Hitler-Putsch (1923)
Hitler will Unzufriedenheit in Bayern über die neue Verfassung nutzen (Separatismus oder Übernahme des Reichs)
Reichswehr greift nicht ein, prominente Politiker unterstützen wieder (Ludendorff)
bayrische Polizei beendet den Putsch
Hitler kann sich im folgenden Prozess vom Angeklagten zum Ankläger stilisieren, verbüßt unrechtmäßig geringe Haftstrafe (Entlassung nach 9 Monaten), wird entgegen der Gesetze nicht ausgewiesen
Politik
Verfassung
Demokratische Elemente
Verhältniswahlrecht, auch für Frauen und ohne 5%-Hürde
Föderalismus
Stärkung der Rolle des Reichtags
Möglichkeit von Volksentscheiden
Parteienvielfalt (jedoch auch mit verfassungsfeindlichen Parteien)
Gewaltenteilung
Grundrechtekatalog
Autoritäre Elemente
Rolle des Reichspräsidenten als Oberbefehlshaber der Armee
Möglichkeit, den Reichstag aufzulösen (Art. 25)
Möglichkeiten für Notverordnungen (Art. 48)
Direktwahl durch das Volk → starke Legitimation
lange Amtszeit (7 Jahre)
“Ersatzkaiser”
Parteien
KPD: für Arbeiter, will Weltrevolution, nicht verfassungstreu
SPD: für Arbeiter, will demokratische Reformation, verfassungstreu
DDP: Angestellte / Selbstständige, will Bürgerrechte und freie Marktwirtschaft, verfassungstreu
Zentrum: Katholiken / Angestellte / Unternehmer, Absicherung gg. extreme Parteien, verfassungstreu
DVP: Protestanten / Unternehmer / Beamte, will nationale Politik, verfassungstreu
DNVP: Arbeiter / Angestellte / Beamte, will neues Kaiserreich, nicht verfassungstreu
NSDAP: Arbeiter / Angestellte, will Expansion und Führerstaat, nicht verfassungstreu
Präsidialkabinette
Kanzler wird vom Präsidenten eingesetzt, Gesetze werden mittels Notverordnung (Art. 48) erlassen, Parlament wird ggf. aufgelöst durch Reichspräsidenten
Beispiel: Kabinett Brüning
Ziel: Wiedereinführung der Monarchie
Initiative dazu ging angeblich von Hindenburg aus
Entmachtung des Parlaments als Ziel aller Beteiligten
Brüning wollte zuerst die unbeliebten Reformen durchführen lassen (am besten durch das Parlament) und dann die Monarchie einführen; die anderen hatten weniger Geduld
Vertrag von Rapallo (DE-UdSSR 1922)
Inhalt
gegenseitiger Verzicht auf Reparationen
keine Entschädigung für bisher durchgeführte Enteignung Deutscher durch UdSSR
Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen
gegenseitige Meistbegünstigung im Handel
im geheimen Zusatzprotokoll militärische Zusammenarbeit: russische Rohstoffe und geheime Anlagen gegen deutsches Know-How
Bewertung aus damaliger Sicht
Vertrag richtet sich klar gegen Polen (”richtige Strategie”)
potentiell verfrüht, wegen wirtschaftlicher Schwäche beider Staaten
UdSSR gilt als unberechenbar
öffentliche Meinung in DE eher negativ
Fazit
Umkehrung des Versailler Vertrags, Rückkehr zur Großmachtstellung, militärische Aufrüstung
Vertrag von Locarno (1925)
Inhalt
DE, FR und BE garantieren sich gegenseitig ihre Grenzen
Gewaltverzicht
bei Streitigkeiten: Schiedsgerichtverfahren
bei Eskalation: Eingreifen des Völkerbundsrates
die Ostgrenzen von DE werden nicht erwähnt
bei großen Konflikten dürfen die dt. Grenzen überschritten werden, “um den Frieden zu wahren”
Bewertung
KPD: lehnt ab (wegen Stärkung der kapitalistischen Westalliierten und Schwächung der UdSSR)
NSDAP: lehnt ab (wegen Verzicht auf diverse Gebiete)
Parteien der Mitte: befürworten den Vertrag, weil er den Frieden sichert und den Eintritt in den Völkerbund ermöglicht
Fazit
Beispiel für gelungene Versöhnungspolitik
Spannungen
Die Dolchstoßlegende
Inhalt: Versuch der OHL (v.a. Hindenburg und Ludendorff), die Verantwortung für die Kriegsniederlage von sich abzuwälzen und den Sozialisten / Kommunisten anzulasten
Verbreitung: Bevölkerung wollte einen Verantwortlichen finden, viele Anhänger des Kaiserreichs verbreiteten die Legende gerne weiter, niemand wollte selbst Schuld sein
Langfristige Folgen
“Berechtigung” für die Armee der Weimarer Republik, gegen Linke Putschversuche viel härter durchzugreifen als gegen Rechte
General von Seeckt setzt durch, dass die Soldaten der Reichswehr nicht politisch aktiv sein dürfen (somit muss sie die Republik nicht gegen antidemokratische Parteien verteidigen)
Reparationen
Enorm unbeliebt bei der Bevölkerung
Rechtfertigung der Regierung: “Wenn wir zahlen, haben andere Nationen ein Interesse daran, dass unsere Wirtschaft läuft”
Praktische Probleme beim Zahlen hoher Reparationen
Reichsmark können beliebig gedruckt werden
Edelmetalle reichten nur für die erste Rate
Sachleistungen schaden der fr. Wirtschaft
kostenlose Arbeit schadet dem fr. Arbeitsmarkt
Rohstoffe (Kohle) schaden den fr. Kohlebergwerken
Devisen sind möglich, aber dazu müsste die dt. Wirtschaft sehr erfolgreich Produkte in z.B. die USA exportieren
Krisenjahr 1923
Ruhrbesetzung: FR besetzt Ruhrgebiet wegen mangelnder Reparationen, Generalstreik findet statt
Hyperinflation: Regierung druckt Reichsmark, um Streikenden Gehalt zu zahlen, Hyperinflation findet statt (Rentenmark wird im November eingeführt)
Separatistische Aufstände (v.a. im Rheinland und in Sachsen)
Hitler-Putsch
Folgen
Massenverarmung, gerade in unteren Bevölkerungsschichten
Staat nutzt die Gelegenheit zur Begleichung von Kriegsschulden (Misstrauen entsteht)
massiver Vertrauensverlust in der Bevölkerung
Weltwirtschaftskrise
Ursachen
Wirtschaftsaufschwung nach WW1 durch mehr Konsum
Inflation, auch als Folge der Reparationszahlungen
Investitionen in Aktien (v.a. in den USA)
Kurse der Aktien steigen dank Nachfrage und Konjunktur, entkoppeln sich stark von realen Zahlen der Unternehmen
Aktienkäufe häufig finanziert (v.a. bei Kleinanlegern)
Bankiers und Regierung unternahmen nichts gegen die entstehende Spekulationsblase
Großanleger beginnen mit Aktienverkauf (Oktober 1929)
Kurssturz wird durch weitere Verkäufe beschleunigt
Kleinanleger verlieren Depots und sind hochverschuldet
Folgen allgemein
Welthandel wird empfindlich getroffen
DE verliert wichtigsten Absatzmarkt und Kreditgeber
USA fordern alle Kredite an DE sofort zurück
Folgen für DE
Massenarbeitslosigkeit (6 Millionen Arbeitslose zeitweise, also ca. 20 Millionen Personen ohne regelmäßiges Einkommen)
Abhängigkeit der Arbeitslosen von der Bürokratie
Auszahlung von Hilfen nimmt viel Zeit in Anspruch
Arbeitslosenunterstützung wird maximal ein halbes Jahr gezahlt
Sozialfürsorge wird 0,5-1 Jahr gezahlt
Arbeitslose werden auch obdachlos
Anstieg des Stimmenanteils für die radikalen Parteien (NSDAP und KPD)
Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik (Auswahl)
Politisch
Legitimationsverlust durch Erfolglosigkeit der Politik
politische Radikalisierung der Bevölkerung
Extreme Macht des Reichspräsidenten
Verantwortung einzelner Persönlichkeiten (Hindenburg, Brüning, v. Papen)
Keine Einigung zwischen den Parteien
Wirtschaft
Wirtschaftskrisen
Reparationen
Gesellschaft
viele Anhänger des Kaiserreichs, wenige Demokraten
autoritäre Traditionen in Militär, Justiz, Polizei, Schule
